„Also so eine Art „Ablass“, oder? Fliegen, aber trotzdem was Gutes damit tun? Sorry, aber so einen Quatsch kann man doch nicht ernst nehmen. Jeder, der fliegen will, darf es auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen.“
(1. Facebook-Kommentar auf fairer.reisen)

Liebe Besucher von fairer.reisen,

mein Name ist Christof, ich bin der Betreiber von fairer.reisen und ich möchte mit diesem Text kurz zur Idee und zum Hintergrund dieser Webseite Stellung nehmen.

fairer.reisen ist eine Fundraising-Plattform auf der man Reisen mit CO₂-Kompensation ohne Mehrkosten buchen kann. Nach dem Prinzip des Charity-Shopping können die Nutzer von fairer.reisen über die verlinkten Partnershops ihre Reise buchen. Dafür erhält fairer.reisen eine Vermittlungsprvovision. 95% dieser Provision leiten wir direkt nach Auszahlung an die gemeinnützige Klimaschutzorganisation atmosfair weiter.

Die Idee zu fairer.reisen entstand im Frühjahr 2019, im Zuge der durch Greta Thunberg ausgelösten Klimabewegung. Nach langen Überlegungen, mit vielen Zweifeln ob so ein „Quatsch“ überhaupt funktionieren kann, habe ich fairer.reisen schließlich Ende Oktober 2019 in fünf Tagen erstellt und Anfang November 2019 veröffentlicht.

Innerhalb weniger Tage haben über 90 Partnershops unsere Bewerbung für ihre Affiliateprogramme akzeptiert und sich somit fairer.reisen angeschlossen. Für dieses Vertrauen möchte ich allen teilnehmenden Unternehmen Danke sagen!

Die Idee der CO₂-Kompensation ist, dass für die Menge CO₂ die durch eine Reise verbraucht wird im Gegenzug an anderer Stelle ebenso viel CO₂ eingespart wird. Auf der Seite der Klimaschutzorganisation atmosfair (Testsieger bei Stiftung Warentest 2018 – „sehr gut“) kann man berechnen wie viel CO₂ durch eine Reise ausgestoßen wird und welcher Betrag notwendig wäre, dieses CO₂ an anderer Stelle einzusparen. Diesen Kompensationsbetrag kann man direkt online auf der Webseite von atmosfair leisten. Damit werden weltweit Klimaschutzprojekte gefördert, durch welche die gleiche Menge CO₂ gebunden werden soll. Diese CO₂-Kompensation gleicht somit die eigenen Emissionen aus.

CO₂-Kompensation für Reisen ist sinnvoll, weil vor allem Fliegen klimaschädliche Treibhausgase und CO2-Emissionen produziert . Diese Emissionen vollständig zu vermeiden, ist immer die beste Lösung. Eine CO₂-Kompensation hilft aber dabei, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Fliegen ohne zu kompensieren ist die schlechteste Lösung!

Die fairer.reisen Ampel
Die fairer.reisen Ampel

Regelmäßig wird unterstellt, dass CO₂-Kompensation nur der Beruhigung des schlechten Gewissens dient bzw. einen „Ablasshandel“ darstellt, um weiterhin ohne Scham fliegen zu können. Das Gegenteil ist der Fall, denn wie Untersuchungen zeigen, handeln Nutzer von Kompensationsangeboten auch in anderen Bereichen umweltbewusster und klimafreundlicher. CO₂-Kompensation ermöglichen ihnen einfach den Ausgleich von schwer vermeidbaren Emissionen und führt so insgesamt zu mehr Klimaschutz.

Klimawandel ja oder nein ist dabei nicht die Frage, die sich im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit von fairer.reisen stellt. Selbst wenn eine kommende Klimakrise eher unwahrscheinlich wäre, müssten doch entsprechende Vorsorgemaßnahmen für alle die nicht nach dem Motto „nach uns die Sintflut“ leben selbstverständlich sein? Wenn aber 97% aller Klimatologen, also der wirklichen Experten auf diesem Gebiet, den seit spätestens Anfang der 90er-Jahre bestehenden wissenschaftlichen Konsens im Hinblick auf den menschengemachten Klimawandel stützen, kann man einfach nicht mehr von einer geringen Wahrscheinlichkeit ausgehen.

Falls sich die Wissenschaft trotzdem täuscht? Wunderbar! Dann haben wir einerseits alle nochmal Glück gehabt und andererseits mit der CO₂-Kompensation auch nichts falsch gemacht.

Fairer.reisen will dennoch niemanden bekehren und alle die das hier für „Quatsch“ halten, können einfach weiter ihre Reisen im Internet zum selben Preis, aber eben ohne CO₂-Kompensation, buchen.

Allen die ebenfalls Handlungsbedarf sehen und fairer.reisen tatsächlich zur CO₂-Kompensation nutzen:

Dankeschön!

Christof Link
Christof Link